Meine Gedanken zu… Zeit.

Keine Sorge, es folgt nicht einer dieser Posts darüber, wie wichtig Zeit ist.
Gefühlt jeder Influenzer erzählt einem etwas wie wichtig Zeit ist und man das machen soll, was man möchte und damit am besten noch Geld zu verdienen.
Ich beneide jeden der das geschafft hat aber mal im Ernst, wie viele haben das erreicht?
Genau die meisten, darunter auch ich, gehen jeden Tag arbeiten und das meistens 40h+.
Worum es mir geht ist eigentlich der Irrsinn, dass es immer noch so ist.

Gefühlt überall wird uns immer wieder ins Gewissen gerufen, wie wichtig unsere Zeit ist und das schon über Jahre hinweg.
Zeit ist ja schließlich Geld.
Michael Ende hat mit Momo ein Kinderbuch geschrieben das genauso gut für Erwachsene wichtig ist und seiner Zeit mit voraus war.
Unfassbar schönes Buch, das sehr gut unser Zeitmodell beschreibt.
Filme wie In Time zeigen eine Alternative Zukunft in der man Dinge mit Lebenszeit bezahlt.
Ich weiß noch ganz genau als vor ein paar Jahren ein Poetry Slam Video von Julia Engelmann Viral ging und jeder gesehen hat. Die Grundmessage dahinter war natürlich Zeit und wie wir sie mit nichts tun verschwenden aber uns darüber ärgern, weil wir wieder einmal an uns selbst gescheitert sind.

Wir werden nahezu ständig daran erinnert, doch ich hab das Gefühl, dass damit das Gegenteil bezweckt wird.
Wir sind nahezu permanent auf der Flucht, weil wir für nichts mehr Zeit haben und jede Minute kostbar ist.
Anstelle alte Systeme zu überdenken und andere Gewohnheiten zu entwickeln schaffen wir nur ein weiteres Problem.
Wir sind immer noch meilenweit von einem Grundeinkommen entfernt und von einer gesetzlichen 30h Woche sowieso, obwohl es uns Menschen nur zu Gute kommen würde.

Ich versteh es nicht, es ergibt für mich einfach keinen Sinn…